Frauenrechte stärken

Ich will eine Frauenpolitik, die größtmögliche Freiheit für individuelle Lebensentwürfe schafft, aber jene Frauen schützt, die dazu selbst nicht in der Lage sind. Denn die vielzitierte Wahlfreiheit ist schön, sofern man sich Wahlfreiheit leisten und auf ein unterstützendes Umfeld bauen kann. Als Politikerin kämpfe ich für gleiche Bezahlung bei gleicher Qualifikation, ein gesetzlich verpflichtendes Pensionssplitting und eine ganztägige Kinderbetreuung, in der berufstätige Frauen ihre Kinder gut aufgehoben wissen. Viele Kämpfe müssen Frauen in ihrem privaten Umfeld führen, etwa dafür, dass unbezahlte Care-Arbeit in einer Partnerschaft fair verteilt ist. Als Politikerin kann ich aber Zeichen setzen und die Rahmenbedingungen verbessern.

Salzburg war reif für feministische Aktion

Am Baustellengerüst des Salzburger Rathauses haben wir gemeinsam mit der Künstlerin Katharina Cibulka am Internationalen Frauentag 2021 eine klare Botschaft angebracht: Solange du bei Empowerment auf der Leitung stehst, bin ich Feministin. Salzburg war reif dafür. Und das Rathaus ist seit jeher ein Symbol für männliche Dominanz. Wer hier das Sagen hat, steht gerne auf der Leitung, wenn es um die faire Verteilung von Macht und Ressourcen geht. Feministische Aktionen schaffen aber noch keine finanzielle Eigenständigkeit. Darum haben wir 1.000 neue Plätze in Kindergärten und Kinderkrippen geschaffen und die Förderbeiträge erhöht, denn Kinderbetreuung darf nicht an der Leistbarkeit scheitern! Und weil die Berufstätigkeit nicht im Sommer endet, wurde von mir das Budget für die Sommerbetreuung verdoppelt.

Der Gewaltschutz wurde ausgebaut

Politische Verantwortung zu übernehmen bedeutet für mich auch, sich jenen Herausforderungen zu stellen, die meine Vorgängerinnen lieber ausgespart haben. Ein kurzfristig verfügbares, flächendeckendes Gewaltschutzangebot fehlte. Während in Salzburg kostenintensive Dauerplätze leerstanden, fehlten sichere, gut betreute Übergangswohnungen, die den Übergang in ein selbstständiges Leben fördern. Wir haben den Gewaltschutz für Frauen ausgebaut und ein flächendeckendes Angebot geschaffen.

Flexibles Schutzangebot – orientiert an den Bedürfnissen der Frauen

Seit Juni 2021 stehen in allen Salzburger Bezirken Schutzunterkünfte und Übergangswohnungen mit einer 24-Stunden-Betreuung zur Verfügung, die mobile Betreuung für Gewaltopfer wurde ausgebaut. Die Eigenständigkeit der Frauen wurde gestärkt und ein ausdifferenziertes Betreuungsangebot geschaffen. Denn stationäre Betreuung ist nicht zwangsläufig die hochwertigere Betreuungsform. Übergangswohnungen mit mobiler Betreuung und hohen Sicherheitsstandards sollen Frauen ansprechen, die aus Angst vor Stigmatisierung den Weg ins Frauenhaus scheuen oder ihr soziales Umfeld nicht aufgeben wollen.

Das neue Salzburger Gewaltschutzkonzept im Überblick:

  • Hilfe für Gewaltopfer künftig an acht Standorten flächendeckend im ganzen Bundesland
  • insgesamt 37 Plätze in Schutzunterkünften sowie zusätzlich 35 Plätze in Übergangswohnungen
  • umfangreiches stationäres wie ambulantes Betreuungsangebot mit mehr Sicherheitsstufen als bisher
  • Beratung von Gewaltopfern in 26 Sprachen
  • an den Bedürfnissen der Frauen und Kinder orientiert