Elementare Bildung fördern

Bildung beginnt nicht am ersten Schultag.

Die Entwicklung motorischer, sprachlicher, kognitiver und sozialer Fähigkeiten beginnt in den ersten Lebensjahren. Hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Nicht alle Kinder haben das Glück, in ein Umfeld liebevoller Geborgenheit und kognitiver Förderung geboren zu werden. Vielen Eltern fehlt die Zeit oder das Wissen über die beste Förderung für ihr Kind. Kinder aus bildungsfernen Haushalten oder einem finanziell unterprivilegierten Umfeld kämpfen mit gravierenden Nachteilen. Unser Schulsystem gleicht diese Unterschiede nicht aus, sondern zementiert sie. Die Reformresistenz unseres Bildungssystems macht mich wütend – als Mutter dreier Kinder und als Politikerin. Unsere gesellschaftspolitische Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass nicht mehr die Gnade der Geburt darüber entscheidet, welchen Platz jemand im Leben einnimmt, sondern dass Fleiß und Talent darüber entscheiden.

Elementaren Bildungseinrichtungen kommt hier eine Schlüsselrolle zu

Sie geben Halt und Geborgenheit, sie fördern und fordern die Entwicklung der Kinder und sie gleichen soziale Benachteiligungen aus. Denn Kinder brauchen Kinder!

Kinder haben ein Recht auf Bildung – und Eltern haben ein Recht auf Berufstätigkeit. Wer sein Kind in den besten Händen weiß, kann sich auf sein berufliches Fortkommen und das Familieneinkommen konzentrieren.

Sonntagsreden machen Kindergärten nicht besser

Kindergärten und Kindergruppen können ihre Kraft aber nur entfalten, wenn dafür auch die Voraussetzungen stimmen. Alles steht und fällt mit engagierten, gut ausgebildeten und motivierten Pädagog*innen – und diese Schlüsselkräfte brauchen optimale Arbeitsbedingungen, Wertschätzung für ihr Tun und eine gute Vergütung. Für die Aufwertung der elementaren Bildung setze ich mich seit 2018 als Landesrätin ein.

Die Erfolge bisher:

  • Salzburg hat mit 7,4 Kindern pro Fachkraft den besten Betreuungsschlüssel in Österreich.
    Ab 20 Kindern in einer Gruppe ist künftig eine zweite Fachkraft gesetzlich vorgeschrieben, das Gesetz tritt Anfang 2022 in Kraft, ab Herbst 2021 wird der neue Betreuungsschlüssel gefördert.
  • Das jährliche Budget wurde mit 75 Millionen Euro um ein Viertel erhöht.
  • Auf diese Weise konnten wir in Salzburg in den letzten drei Jahren 1.000 neue Plätze in elementaren Bildungseinrichtungen schaffen und in eine bessere Betreuung investieren. Salzburg ist bei der Betreuungsquote nicht mehr Schlusslicht.
  • Wir haben den Fachkräftemangel so lange getrommelt, bis er von der Bundesregierung als Problem erkannt wurde. Seit Herbst 2021 gibt es ein Fachkräftestipendium für Elementarpädagogik in Salzburg. Während dieser Ausbildung im zweiten Bildungsweg ist die finanzielle Absicherung garantiert.
  • Mobile Beratungsteams unterstützen Einrichtungen mit
  • Förderstunden für Sonderkindergartenpädagog*innen ab dem ersten Kind wurden verankert.
  • Bereits durch das Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz 2019 wurden die Arbeitsbedingungen bei den Kleinkindgruppen für die Pädagog*innen verbessert, die Vorbereitungszeit für die Tagesbetreuung wurde gesetzlich verankert und eine verpflichtende pädagogische Weiterbildung eingeführt.